Führungskraft gesucht



Heute habe ich den Frühling gehört. Wirklich, ich habe ihn zuerst gehört, bevor ich ihn sah. Am Himmel, nicht am Erdboden. Ein lautes Vogelschreien machte mich aufmerksam. Und da flogen sie, die ersten Zugvögel, die aus dem Winterquartier im warmen Süden nach Mitteleuropa zurückkehrten. Sie flogen in derselben Formation wie sie das immer tun: Einer vorneweg, die anderen seitlich versetzt dahinter. Sie machen das so, weil ihnen ihr Schöpfer - Gott - einen Instinkt geschenkt hat. Der vorn fliegende Vogel durchstößt mit seinem Körper den Luftwiderstand. Das bedeutet, dass die Luft an den Seiten hinter ihm keinen so starken Widerstand mehr bietet. Dies kommt den anderen Vögeln zugute. Sie benötigen viel weniger Kraft zum Fliegen und können sich ein wenig „ausruhen“. Aber das vorderste Tier wird natürlich stark beansprucht. Daher kann es unmöglich die Führung über eine kilometerlange Strecke aushalten. Auch das „wissen“ die Vögel. Und sie helfen einander. Nach einem gewissen Zeitraum schert einer aus der hinteren Seitenlinie aus, arbeitet sich laut rufend nach vorn und löst den erschöpften Anführer ab. Ich finde es großartig, wie die Tiere durch gemeinsames Lastenteilen den langen Flug für jedes von ihnen erträglich machen.



Auch wir Menschen benötigen immer wieder einen starken Anführer. Wir brauchen jemanden, der weiß, was zu tun oder zu lassen ist. Wir sind alle keine Einzelkämpfer, besonders nicht gegen das Böse. Niemand von uns kann das Böse allein ertragen und erst recht nicht besiegen. Oder denkst du, dass du es kannst? Wie wirst du mit deinen Hassgefühlen fertig, wenn dein Lehrer dich nicht so gerecht beurteilt und behandelt, wie du es gern hättest? Wie kannst du es ertragen, dass dir auch mal etwas verboten oder verwehrt wird? Dass dir ein Herzenswunsch nicht erfüllt wird, obwohl du es doch verdient zu haben meinst? Kannst du wirklich deine Zunge im Zaum halten, wenn ein Mitschüler abfällig über dich redet oder machst du es nach dem Sprichwort „Wie du mir, so ich dir“?



Gott will, dass wir lieben statt zu hassen, dass wir anderen verzeihen und ihnen nicht das Geringste an Bösem zufügen, dass wir unsere Eltern und Lehrer respektieren. Er weiß aber auch, dass keiner von uns das leisten kann, weil das Böse in uns mächtig ist. Aber da ist Hilfe. Gott schenkte uns Seinen Sohn, den Herrn Jesus Christus. Er ist vollkommen gut, das heißt, Er kann überhaupt nichts Böses tun, denken oder sagen. Genau wie Gott. Er ließ sich an unserer Stelle von Gott für alles Sündige in unserem Leben bestrafen. Nun können alle, auch du und ich, Jesus Christus unsere Sünde bekennen und Ihn um Vergebung bitten. Er räumt alles Böse bei uns aus. Aber dann will - und muss - Er der Anführer in unserem Leben werden. Anders als bei den Zugvögeln, bei denen es immer wieder einen neuen Führer gibt, muss Jesus Christus für immer der Anführer bleiben. Weil nur Er stark genug ist, das Böse zu besiegen. Er ist die beste Führungskraft, die es gibt, und auch du darfst Ihm vertrauen.



Quelle: Sonnenstrahl 631      ( 02/02 )

Autorin: Angelika Seinsche

Grafik: Lena Franke

© Missionswerk Werner Heukelbach, 51700 Bergneustadt




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