Ausreden




„Wie groß bist du doch!“ sagte die Maus zum Elefanten. Der antwortete: „Wie klein bist du doch!“ „Ich bin ja auch vierzehn Tage lang krank gewesen“, gab sie als Entschuldigung zurück.



Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht mit mehr oder weniger großem Unbehagen feststellen musste, dass es andere gibt, die besser, tüchtiger, klüger und auch fleißiger sind als man selbst. Dann versuchen wir durch Entschuldigungen unsere Mankos kleinzureden und unsere Mankos irgendwie auszugleichen, indem wir Dinge sagen, die jedem Eingeweihten mehr über uns verraten als uns lieb sein kann.



Wenn wir doch einsehen wollten, dass Gott uns mit unseren angeborenen Unzulänglichkeiten so gewollt hat wie wir nun einmal sind und uns mit unseren erworbenen Mängeln nicht abweisen will, sobald wir sie ihm bekennen! Dann brauchen wir uns weder vor uns selbst, noch vor anderen dauernd zu rechtfertigen oder ihnen ein falsches Bild von uns zu malen, sondern können zu unserer Persönlichkeit stehen; denn wenn wir den höchsten Gott zum Freund haben, was könnte uns ein Mensch tun?



Natürlich, darauf kommt es an, dass man Gott zum Freund hat, und das geht nur zu Gottes Bedingungen; denn er legt die Spielregeln fest, nicht wir. Und er hat gesagt, wir passten allesamt nicht in seine Nähe, weil er heilig und wir sündig sind. Aber er will uns einen Neuanfang mit ihm gewähren und uns zu seinen Kindern machen, wirklich zu Kindern, für die er wie ein Vater aufkommt, der für uns sorgt, nachdem wir ihm unsere Schuld bekannt haben. Deshalb brauche ich mich nicht schönzureden, sondern kann mein Versagen eingestehen.






Da ihr die Lüge abgelegt habt, redet Wahrheit!

(Epheser 4,25)




Quelle: 2002 - Leben ist mehr

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