Jenseits von Suez



In Kiplings Roman „Das Licht, das erlosch“, sagt der Soldat Tommy Atkins: „Bring mich jenseits von Suez, wo die Zehn Gebote nicht mehr gelten.“ So ist auch die Politik immer wieder als „jenseits von Suez“ behandelt worden, wo ganz andere Gesetze gelten als im Privatleben. Das Ergebnis sehen wir am Zustand unserer Welt.



Was moralisch falsch ist, kann politisch niemals richtig sein. Unser Denken und Handeln hat zwei Komponenten, eine Senkrechte und eine Waagerechte, Gott und der Nächste. Schalten wir Gott aus, muß automatisch der Nächste daran glauben. Wir handeln gottlos, weil wir Gott los sind. Schalten wir den Nächsten aus, ist unser Glaube an Gott Fassade. An beiden Geboten hängt das Gesetz, hängt das Leben, hängt die Ordnung, hängt der Friede. Leider haben wir uns angewöhnt, in der Schule und im Betrieb, in der Wirtschaft und in der Politik „jenseits von Suez“, „jenseits von Eden“ zu leben. Die Bibel aber fordert: „Du sollst deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit deinem ganzen Denken.“ Also nicht mit Abstrichen, ungeteilt, nicht in zwei Bereichen und nicht mit Vorbehalten. Es hilft nichts: Wir müssen es wieder neu buchstabieren! Gott läßt sich nicht an der Nase herumführen!



Quelle & ©: MJ 13 / Presse-Service für ein „Wort zum Sonntag“ im missionarischen Jahr 1980

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