Was wirklich zählt



Die Tür geht auf. Du weißt schon, was kommt. Deine Mutter schaut sich im Zimmer um, holt tief Luft und legt los: „Wie sieht's denn hier schon wieder aus? In so einem Chaos findet sich ja kein Mensch zurecht! Du Schlamper! Vergiss wenigstens nicht, dass du um 15:30 Uhr Leopold abholen musst!“ Der Tag ist gelaufen. Gerade eben hattest du dich noch aufs Treffen mit Leo gefreut. Nun ist alles total im Eimer.



Was tun? Dagegenhalten? „Das ist mein Zimmer! Du brauchst mich nicht dauernd zu erinnern! Ich bin alt genug!“ Das ist hoffnungslos. Denn du bist das Kind. Das Ganze würde nur in einen wüsten Streit ausarten. Ohne Gewinner. Also lässt du alles über dich ergehen, räumst ein bisschen auf und machst dich etwas früher als nötig aus dem Staub. Dabei versuchst du, nicht mehr an die Enttäuschung zu denken, die an dir nagt. Deine Eltern müssten doch einfach nur mal sagen, dass sie dich mögen - und zwar, bevor du perfekt funktionierst. Sie könnten doch ein Mal fragen, wie es dir in der Schule geht und was dir Spaß macht. Wenn sie dich nur kurz drücken und dir sagen würden, dass du okay bist!



Aber das passiert nicht. Und so bleibt alles beim Alten: das Zimmer, die Sticheleien, der Streit, die vorgezogene Freiheit - und der Zweifel: Bist du am Ende vielleicht doch nicht okay? Wenn dir dann noch jeden Tag ein paar „Freunde“ über den Weg laufen, die es nur darauf abgesehen haben, dich fertig zu machen, dann ist der Ofen ganz aus. Denn alle sagen dir: Du bist nicht okay. Nicht akzeptabel. Nicht erwünscht. Nur im Weg. Irgendwann wird aus deinem Zweifel Überzeugung. Und aus deiner Überzeugung Gewissheit. Härter als Beton.



Wusstest du schon, dass Jesus Christus sich nicht darum schert, was die Mehrheit denkt? Als er mal auf einem piekfeinen Gala-Abend war, bei dem 'ne Menge ordentlicher Leute waren, kam eine Frau herein, die total am Ende war. Alle rümpften angewidert die Nase. Nur Jesus nicht. Er hatte nichts dagegen, dass die Frau da war. Er freute sich sogar. Weißt du warum? Weil er wusste, was für ein Mensch sie wirklich war. Und weil er ihr helfen wollte - und konnte. Wie er das gemacht hat? Er sagte zu ihr: „Deine Sünden sind vergeben.“ (Lukas 7,48) Wem der Sohn Gottes die Sünden vergibt, der darf zu Gott gehören. Weißt du, was das bedeutet? Gott macht dir das Angebot: Bei mir bist du willkommen. Du bist okay. Ich will dich in meiner Nähe haben. Kannst du dir vorstellen, dass der lebendige Gott sich für dich interessiert? Das tut er wirklich! Und wie er damals der Frau geholfen hat, so hilft er noch heute jedem, der ihn darum bittet.



Natürlich ist das kein Allheilmittel. Deine Mutter wird sich dadurch nicht ändern. Und dein Zimmer räumt sich auch nicht von allein auf. Aber du kannst wissen, dass einer dich mega-okay findet. Und das ist Jesus Christus. Befass dich doch mal mit der Bibel. Und fang an, mit Jesus zu reden. Auch wenn du ihn nicht siehst: Er hört dich und ist für dich da.



Noch ein Tipp zum Schluß: Sprich doch mal mit deinem Vater, deiner Mutter. Sag Ihnen, was du empfindest und wie du dir euer Zusammenleben wünscht. Gut möglich, dass ihr ins Gespräch kommt und dabei jede Menge Missverständnisse entdeckt.

Quelle: Sonnenstrahl 638     [ 09 / 02 ]

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