Im falschen Zug



Frankfurt Hauptbahnhof. Maxi Holler verabschiedet sich von seiner Mutter. Er freut sich riesig, denn er darf einige Tage zu seiner Tante nach Kassel. Sie hat auch zwei Jungs in seinem Alter. Wenn die drei zusammen sind, dann ist immer etwas los.



Es ist nicht das erste Mal, dass er allein mit dem Zug fährt. Mutter schärft ihm noch einmal ein: „Der Zug fährt direkt bis Kassel. Dort erwartet dich Tante Friedel auf dem Bahnsteig. Wenn was ist, dann frag den Zugbegleiter.“ Maxi verdreht seine Augen. „Alles klar, Mutti. Kein Problem, ich kenn' mich aus.“ Mutter schaut auf die Uhr. „Du, ich muss noch schnell zur Bank, bevor sie schließt. Also, vergiss nicht, Gleis 9, hörst du?“ „Ja, ja, ja“, erwidert Maxi gelangweilt. „11.25 Uhr, Gleis 9. Tschüss!“



Doch das Unwahrscheinliche passiert. Maxi schaut sich noch einige Schaufenster im riesigen Bahnhof an. Dann wird es allerhöchste Zeit. Der Zug ist schon eingefahren. Aber statt in den Zug auf Gleis 9 zu steigen, steigt er auf Gleis 8 in einen anderen Zug ein. Er merkt es nicht. Er fühlt sich total sicher. Was soll schon schief gehen? Im Wagen 4 findet er einen traumhaften Fensterplatz. Der Fahrschein steckt in seiner Jackentasche. Alles in Ordnung. Es kann losgehen. Maxi macht es sich bequem und liest ein Buch. Ab und zu schaut er hoch und sieht, wie Bäume, Häuser und Landschaften an ihm vorbeiflitzen. Plötzlich hört er eine Durchsage: „In wenigen Minuten erreichen wir Heidelberg.“ Heidelberg? Komisch! Er denkt nach. Und dann kommt der Schock. „Heeeeiiideeelbeerg? Das ist doch die total falsche Richtung“, stöhnt er. Er rennt von Abteil zu Abteil, bis er jemanden vom Zugpersonal findet: „Verzeihung, dieser Zug hält wohl nicht in Kassel?“, fragt Maxi mit zittriger Stimme. „Kassel? Dieser Zug fährt nicht nach Kassel, sondern über Stuttgart nach Zürich in der Schweiz. Da bist du in den falschen Zug gestiegen.“ „Ach du Schreck, was mache ich denn jetzt?“ Der Zugbegleiter schaut in seinen Unterlagen nach. „Am besten du steigst in Heidelberg aus und fährst gleich mit dem nächsten Zug wieder zurück nach Frankfurt.“ In Frankfurt angekommen, läuft Maxi schnell nach Hause und erzählt alles seiner erstaunten Mutter. Am nächsten Tag ist er wieder auf dem Bahnhof, diesmal passt er aber auf und steigt in den richtigen Zug.



Wusstest du schon, dass man das Leben auch mit einer Zugfahrt vergleichen kann? Da gibt es ebenfalls einen falschen und einen richtigen Zug. Alle Menschen, die nicht an Gott glauben und Jesus Christus nicht kennen, sitzen im falschen Zug. Er fährt immer weiter von Gott weg. Wenn man bis zuletzt in diesem Zug bleibt, kommt man an einen Ort, wo es keine Möglichkeit mehr gibt, zu Gott zu kommen. Deshalb ist es wichtig, dass man so schnell wie möglich aus diesem Zug aussteigt und in den richtigen Zug einsteigt.



Den Zugfahrplan und alle wichtigen Informationen kann man in einem Kursbuch oder Computer nachschlagen. Auch für unser Leben gibt es einen Fahrplan. Den finden wir in der Bibel. Sie zeigt uns, wie wir von unserem falschen Weg umkehren können, damit wir an das richtige Ziel, zu Gott, in den Himmel kommen.



In der Bibel steht: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“ (Johannes 3,16) An den Herrn Jesus glauben, das ist die Lösung. Wenn du an ihn glaubst und darauf vertraust, was über ihn in der Bibel geschrieben ist, dann schenkt er dir ewiges Leben. Er vergibt dir alle deine Sünden, alles, was du verkehrt gemacht hast: böse Gedanken und Worte, Lügen, Stehlen und so weiter. Und von diesem Moment an begleitet er dich durchs Leben und bleibt immer bei dir. An Jesus Christus zu glauben, ist die wichtigste Entscheidung im ganzen Leben.



Sitzt du im
richtigen Zug?

Hast du den Herrn Jesus schon in dein Leben aufgenommen? Wenn du dir nicht sicher bist, dann kannst du uns schreiben. Wir werden dir bestimmt antworten.

Quelle: Sonnenstrahl 643   01/04

Autor: Ralph Doll

© Missionswerk Werner Heukelbach, 51700 Bergneustadt


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