Das Geheimnis



„Komm schon, sag mir das Geheimnis“, bettelte Dirk in der Pause. „Warum können diese Dinger springen?“ Gerd hielt einige mexikanische Springbohnen in seiner Hand. Er hatte sie aus dem Urlaub mitgebracht.



Zuerst passierte gar nichts. Dann jedoch bewegte sich eine. Dann die anderen auch. „Das ist mein Geheimnis“, sagte Gerd. „Das verrate ich niemandem.“



Als Dirk nach Hause kam, erzählte er seiner Mutter: „Mama, Gerd hatte einige mexikanische Springbohnen in der Schule dabei, aber er hat mir nicht verraten, warum sie springen können. Er sagte, das sei ein Geheimnis.“



„Das ist kein Geheimnis“, antwortete die Mutter. „In den Hülsen der mexikanischen Springbohnen haben sich Motten eingenistet. Die Bohnen springen deshalb, weil sich die Mottenlarven darin ab und zu bewegen.“



„Das hat mich den ganzen Tag beschäftigt“, murmelte Dirk, „dabei war es noch nicht einmal ein echtes Geheimnis. Ich wünschte, ich hätte auch ein Geheimnis vor Gerd, dann wüsste er, wie man sich dabei fühlt.“



„Ich glaube, du hast schon ein Geheimnis vor ihm“, bemerkte die Mutter. „Genau wie etwas die Springbohnen hüpfen lässt, so ist auch etwas in dir, das deine Entscheidungen und sogar dein ganzes Leben beeinflusst. Aber du hast Gerd noch nicht erzählt, was es ist, oder?“ Dirk schaute sie überrascht an. Er wusste gar nicht, dass er ein Geheimnis hatte.



„Warum hast du dich geweigert, dabei mitzumachen, als sich die anderen über den neuen Jungen in der Schule lustig gemacht haben? Welchen Grund hast du Gerd dafür genannt?“, fragte Mama.



„Ich habe ihm gesagt, dass ich dazu einfach keine Lust habe“, sagte Dirk.



„Und als wir für Papa gebetet haben, dass er wieder gesund wird? Welche Erklärung hast du ihm dafür gegeben, dass er so unerwartet schnell wieder gesund geworden ist?“, bohrte sie weiter.



Dirk zuckte mit den Schultern. „Keine.“



„Dann würde ich schon sagen, dass du ein Geheimnis vor Gerd hast“, gab Mama ihm zur Antwort. „Noch viel wichtiger als dass du weißt, warum Springbohnen springen ist, dass er dein Geheimnis kennt.“ Dirks Mutter fuhr fort: „Es sollte doch kein Geheimnis sein, dass der Herr Jesus dein Retter ist und Gottes Liebe dich anspornt, anderen Gutes zu tun. Du kennst Gerds Geheimnis, geh und sage ihm deins.“



Wie steht es mit dir? Hütest du dein Geheimnis, dass Jesus Christus dein Retter ist und für die Sünden der Menschen gestorben und wieder auferstanden ist? Und dass er jedem, der an ihn glaubt, ewiges Leben schenkt? Es sollte niemals ein Geheimnis sein, dass du Christ bist. Erzähle den anderen von dieser wunderbaren Tatsache! Der Herr Jesus sagt: „Ihr seid das Licht der Welt [...] So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,14.16).



Oder bist du noch kein Christ und weißt nicht, wer Jesus ist? Dann informiere dich darüber. Frag einen Christen, den du kennst, nach seinem „Geheimnis“.



Quelle: Sonnenstrahl 647   [ 06 / 03 ]

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