Siegeszeichen der Erlösten:

Das Blut Jesu!



Abraham steht unter dem nächtlichen Himmel, und Gott verheißt ihm eine Nachkommenschaft, wie die Sterne am Firmament. Und Abraham glaubt Gott (Lies 1. Mose 15). Hier fängt eigentlich die Geschichte an: Gott macht einen Bund mit Abraham. Eine dreijährige Jungkuh, eine dreijährige Ziege, ein dreijähriger Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube werden geschlachtet. Die Teile werden, bis auf die Tauben, rechts und links jeweils so verteilt, dass dadurch eine kleine Gasse gebildet wird. Blut muss fließen! Gott kann mit dem Menschen nur Gemeinschaft haben, wenn das Blut des Bundes, der Sühnung und des Opfertodes geflossen ist. So auch hier. Doch kaum hat Abraham diese geschlachteten Tiere der Reihe nach gegenübergelegt, da stürzen die Raubvögel nieder, um sich über die toten Tiere herzumachen.



Es ist schon immer so gewesen: Der Feind umlauert das Blutopfer, das ja letztlich ein Hinweis auf unseren Erlöser Jesus Christus ist. Schon immer gab es Angriffe, die das Blutopfer Jesu Christi am Kreuz auf Golgatha kraftlos machen wollten. „Puh, diese Blutpredigten von Jesus“, schimpft man immer wieder. Doch die Bibel sagt, dass es keine Vergebung ohne Blutvergießen gibt (Hebräer 9,22). Man hat sich heute den „blutlosen“ Kurzpredigten zugewandt. Man predigt so, wie es den Leuten gefällt, wie es ihnen in den Ohren kitzelt (2. Timotheus 4,2-4). Kein Wunder, dass sie oft nur seelisch berührt, fromm ergriffen, gefühlsbetont reagieren, aber nicht zur vollen Rettung durchdringen. Was tut Abraham, als sich die Raubvögel auf die toten Opfertiere stürzen? Abraham verscheucht sie! Merken wir nicht, dass heute die Kreuzespredigt vom Blut des Lammes immer mehr gemieden wird? In den letzten Jahrzehnten verlor auch das Liedgut immer mehr an geistlichem Inhalt. Man singt von allem Möglichen, doch nur nicht vom Kreuz, vom Blut des Lammes, vom Opfertod Jesu. Man ist sozial engagiert, fromm manipuliert, religiös gefärbt, menschlich berührt, humanistisch geprägt. Wo aber bleiben die flammenden Predigten, wo die Liedtexte, in denen eindeutig die Mitte des Evangeliums sichtbar wird - das Blut Jesu? Die Bibel sagt in 1. Petrus 1,18: „Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, als eines Lammes ohne Fehler und Flecken.“ Die Bibel sagt in Apostelgeschichte 20,28, dass Gott sich durch das Blut seines Sohnes eine Gemeinde erworben hat. Daher ist eine Theologie, die das Blut Jesu unter den Tisch fallen lässt, eine völlig inhaltslose, wertlose, äußerst gefährliche Verkündigung. Ja, man kann auch, wie es die Heilige Schrift sagt, das Blut des Sohnes Gottes, das Blut des Bundes, mit Füßen treten (Hebräer 10,29).



Auch heute sind Geier unterwegs. Oft sogar mitten unter dem Volk Gottes, die der Gemeinde Schaden zufügen, indem sie das Wort verkündigen, ohne den Mittelpunkt zu nennen. In Römer 3,25 sagt Gottes Wort ausdrücklich, dass wir durch den Glauben an das Blut Jesu Gnade empfangen haben. Das Blut Jesu, des Sohnes Gottes, ist doch das Geheimnis der Erlösung (Epheser 1,7). Wir müssen wie Abraham die Geier verscheuchen! Wir müssen aufpassen, dass uns das Opfer Jesu Christi nicht madig gemacht wird. Geht nicht der Gedanke des vergossenen Blutes durch die ganze Bibel hindurch? Mag die Theologie noch so tiefsinnig, noch so der Zeit entsprechend sein, mag das Wort Gottes mit größtem Ernst und letzter Überzeugung verkündigt werden, wenn das Siegel des Blutes fehlt, ist alle Arbeit im Blick auf die kommende Ewigkeit vergebens. Nein, es kommt nicht auf glänzende kirchenpolitische, dogmatische, systematische, ökumenische, praktische Arbeit an. Es kommt darauf an, wie viele Seelen für das Lamm gewonnen werden. Lass dir den Mittelpunkt des Evangeliums nicht rauben! In dem Blut Jesu besitzt du Frieden mit Gott (Kolosser 1,20). In dem Blut Jesu, des Sohnes Gottes, ist dir Rechtfertigung zugesprochen, bist du zum Anteil der Heiligen im Licht fähig gemacht (Römer 5,9; 1. Johannes 1,7). Durch das Blut Jesu hast du Zugang zu dem heiligen und gerechten Gott (Hebräer 10,19).



Welch eine herrliche Botschaft, welch eine wunderbare Nachricht haben wir doch! Darum rühme die Erlösung durch das Blut Jesu. „Dem, der uns liebt, und uns von unsern Sünden gewaschen hat in seinem Blut... Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“ (Offenbarung 1,5-6). In dem Namen Jesu, auf der Grundlage des vergossenen Blutes, können wir auch dem stärksten Feind und der schlimmsten Finsternis widerstehen. Das Blut Jesu ist Siegeszeichen für alle Erlösten. Beweis der Liebe Gottes zu uns. Darum freue dich über diese herrliche Botschaft. Verkündige sie, wo immer du kannst, und die Kraft Gottes und sein voller Segen werden durch dein Leben strömen.



Quelle: Wachsen 549   [08 / 03]

Autor: Manfred Paul

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