„Da mach' ich nicht mit!“


„So, fertig!“ Daniel klappt zufrieden das Mathe-Heft zu. Die Schularbeiten sind erledigt. Es wird auch höchste Zeit, denn in zehn Minuten will er sich mit seinen Freunden Martin, Jürgen und Klaus treffen. Die vier haben vor, sich an diesem Nachmittag einen Videofilm anzusehen.



Als Daniel bei Klaus eintrifft, sind die anderen schon da und haben den Film ausgesucht. Daniel macht es sich auf dem großen Ledersofa bequem, während Klaus das Videogerät bedient. Der Film kann beginnen. Noch keine fünf Minuten sind vergangen, und wie gebannt starren die Jungen auf den Bildschirm. Nur Daniel ist unruhig geworden. „Einfach grausam, dieses fiese Monster, wie es die anderen brutal fertig macht!“, denkt er. Daniel hat genug! Er merkt, dass dieser Film nicht gut für ihn ist. Was soll er jetzt tun? Da er Christ ist und an Jesus glaubt, betet er leise: „Herr Jesus, hilf mir, mutig zu sein und das Richtige zu tun!“ Mit klopfendem Herzen steht er auf und geht langsam zur Tür. „Wo willst du denn hin?“, fragt Klaus mürrisch. „Der Film gefällt mir nicht!“, sagt Daniel ruhig. „Da mach' ich nicht mit. Ich geh' lieber in die Eisdiele.“ „Mensch, Daniel, sei doch kein Spielverderber!“, erwidert Klaus verärgert. Doch Daniel schüttelt den Kopf. „Macht's gut. Bis später.“ Damit öffnet er die Tür und verschwindet. Klaus, Jürgen und Martin blicken ihm verblüfft nach. „Daniel ist ja ein prima Kerl. Aber manchmal spinnt er ein bisschen“, meint Jürgen. „Mmh“, brummt Martin. „Ich glaube fast, Daniel hat Recht. Ich habe auch keine Lust mehr, den Film zu sehen.“ Entschlossen steht Martin auf und geht.



Kurz vor der Eisdiele holt Martin Daniel ein. Sie setzen sich an einen kleinen runden Tisch in der Ecke und bestellen Eis. Während sie es genüsslich löffeln, bemerkt Martin: „Das war mutig von dir, Daniel, einfach so zu gehen. Überhaupt, du bist immer so überzeugt von dem, was du tust. Wie kannst du eigentlich so sicher sein, was richtig ist?“ Daniel zieht ein kleines, abgenutztes Buch aus seiner Hosentasche. „Martin, ich weiß es auch oft nicht. Aber hier steht alles drin, was ich wissen muss, um das Richtige zu tun. Es ist die Bibel, Gottes Wort. Ich lese jeden Tag darin. Aus der Bibel weiß ich, dass das, was wir in dem Film gesehen haben, völlig falsch und gefährlich ist. Solche Horrorfilme zeigen genau das Gegenteil von dem, was Gott will. Der Teufel will, dass sich die Menschen gegenseitig fertig machen, gemein und grausam sind. Gott aber will, daß wir untereinander Frieden haben und einander helfen. Sein Sohn Jesus Christus hat es uns vorgelebt. Er hat niemals brutal zurückgeschlagen. Selbst Seinem ärgsten Feind konnte Er vergeben. Und als sie Ihn ans Kreuz genagelt haben, hat Er, trotz aller Schmerzen, noch für Seine Feinde gebetet: 'Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!', Lukas 23,34. Daran musste ich heute Nachmittag denken. Deshalb bin ich aufgestanden. Ich kann nicht Christ sein und gleichzeitig solch einen Film anschauen. Verstehst du das?“ Martin nickt. Er schaut auf die Bibel, die auf dem Tisch liegt, und murmelt: „Ich glaube, damit sollte ich mich auch mehr beschäftigen. Ich möchte auch diesen Glauben haben wie du!“ „Prima!“, erwidert Daniel. „Komm doch morgen Nachmittag zur Jungscharstunde. Dort reden wir viel über Jesus und die Bibel. Es wird dir bestimmt gefallen.“ „Abgemacht! Also, bis morgen!“ Nachdem Martin gegangen ist, bleibt Daniel noch eine Weile nachdenklich sitzen. Er überlegt: „Wie wichtig ist es, rechtzeitig zu sagen: Da mach' ich nicht mit! Danke, Herr Jesus, dass Du mir Mut dazu geschenkt hast.“



Quelle: Sonnenstrahl 605

Autorin: Christiane Nelson

Grafik: Lena Franke

© Missionswerk Werner Heukelbach, 51700 Bergneustadt



Ein trauriges Erlebnis stellt drei Freunde vor die Frage: Wie verhalte ich mich, wenn andere in Not geraten? Die Antwort findest du im Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Jeder, der uns schreibt, erhält das kostenlose Heft »Der Überfall«! (von Manfred Paul)



Suchst du den Herrn Jesus als deinen persönlichen Retter? Hast du Fragen? Gern darfst du uns schreiben:



Missionswerk

Werner Heukelbach



Adresse für Deutschland:

Missionswerk Werner Heukelbach

51700 Bergneustadt



Adresse für die Schweiz:

Missionswerk Werner Heukelbach

Postfach 650 – 4800 Zofingen


 Dieses ist eine Seite aus www.mannabrot.de