Brauchbare Vielfalt



Gemeinsam an Gottes Sache

Verkohltes Holz, eingerissene Mauern, verbrannte Tore – ein riesiger Schutthaufen. So habe ich es vorgefunden, als ich vor einiger Zeit hier ankam. Überall die Spuren der Zerstörung. Irgendwo hausten ein paar Menschen in den Trümmern. Nichts mehr zu sehen von dem stolzen Glanz der einstigen Hauptstadt.



Wie es dazu kam? Nun, der Anfang dieser Geschichte liegt über 100 Jahre zurück. Damals fragten nur noch wenige Menschen nach Gott. Die meisten taten, was ihnen gefiel. So erschien es dem damaligen jüdischen König vorteilhaft, sich mit den Ägyptern zu verbünden, um gemeinsam gegen die Babylonier zu kämpfen. Die Babylonier waren nämlich zu dieser Zeit die Herren in unserem Land. Aber das missglückte. Gott benutzte die fremden Soldaten aus Babylon, um unser gottloses Volk zu bestrafen. Das Ergebnis der babylonischen Strafaktion: siehe oben (Jerusalem wurde zerstört).



Wer den Schaden hat...

Viele wurden als Gefangene in die Fremde geführt. Nach 70 Jahren durften die ersten wieder heimkehren. Von den Juden, die nicht in die Gefangenschaft mussten, hatte keiner mehr den Schwung, die Stadtmauern wieder aufzubauen. Weil wir aber nicht länger unseren Nachbarn zum Gespött sein wollen, haben wir beschlossen, gemeinsam diese große Aufgabe anzupacken: Wir bauen die Stadtmauern wieder auf! Viele Juden aus Jerusalem und Umgebung haben sich bereit erklärt, bei dieser Arbeit zu helfen. Um dir einen Einblick in unsere Arbeit zu geben, mache ich dich am besten mal mit einigen Leuten aus unserem Bauteam bekannt: „Schalom, Malkija! Was macht die Arbeit?“



„Tja, Nehemia, das ist ganz schön ungewohnt für mich.“



„Warum das denn?“



„Ich bin Goldschmied von Beruf. Schöne Ringe herstellen und verkaufen, das liegt mir eher.“



„Und warum machst du dann hier bei dieser Arbeit mit?“



„Wenn ich mit meinem Einsatz dazu beitrage, dass Gottes Stadt wieder aufgebaut wird, dann will ich das gern tun. Dann ist es auch nicht schlimm, wenn diese Arbeit unangenehmer ist als meine sonstige Arbeit.“



Rauhe Hände gibt's umsonst

„Schalom, Hananja! Kommt ihr gut voran mit der Arbeit?“



„Schalom, Nehemia! Je mehr Übung wir hier bekommen, desto besser gelingt es.“



„Da kannst du als Apotheker bestimmt gut die wunden und schwieligen Hände deines Teams versorgen.“



„Ja, das bringt schon Vorteile, wenn Menschen aus den unterschiedlichsten Berufen zusammenarbeiten. Man kann sich gegenseitig helfen und ergänzen. Ganz besonders freut es mich, dass wir an Gottes Stadt bauen. Dann sind wunde Hände halb so schlimm.“



Nicht auf's Tempo kommt's an

Nicht nur Goldschmiede und Apotheker – nein, auch Frauen und „Gastarbeiter“ packen mit an! Jeder arbeitet, so gut er kann. Gemeinsam können wir eine Menge schaffen. Wichtig ist, es mit frohem Herzen für Gott zu tun. Es kommt nicht auf die Arbeit an, ob sie groß oder klein ist. Dass wir sie gut ausführen, ist das Entscheidende. Es macht mich immer wieder froh, dass so viele unterschiedliche Menschen – jeder mit seinen Fähigkeiten – an Gottes Sache mitarbeiten können. (Lies mal Nehemia 2 und 3)



Auch heute kann jeder Christ, egal wie alt, in Gottes Reich mitarbeiten. Andere Christen helfen dir gerne mit Ideen und Anregungen weiter. Sprich sie doch einfach mal an!



Quelle: Kinder-Info, Januar 2007

Autor: Achim von der Mühlen

© Missionswerk Werner Heukelbach, 51700 Bergneustadt




„Heukelbachs Kinder-Info“ erscheint jeden Monat kostenlos. Wenn du es noch nicht regelmäßig bekommst, kannst du es hier bestellen:



Adresse für Deutschland:

Missionswerk Werner Heukelbach

51700 Bergneustadt



Adresse für die Schweiz:

Missionswerk Werner Heukelbach

Postfach 650 – 4800 Zofingen



 Dieses ist eine Seite aus www.mannabrot.de