Die drei Gaben



In Matthäus 2,11 steht: „Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm; und sie öffneten ihre Schätze und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe.“



Sie ist uns allen bekannt. Die Geschichte der weisen Männer aus dem Osten. Sie wurden durch Zeichen am Himmel auf die Geburt des Herrn Jesus aufmerksam und machten sich auf die lange und beschwerliche Reise nach Jerusalem. Nachzulesen in Matthäus 2,1-12.



Wo sollten sie nach dem neugeborenen König suchen? Natürlich in der Hauptstadt Israels, in Jerusalem. Sie berichteten König Herodes von dem Stern, dem sie schon so lange folgten. Der versuchte zu erfahren, wann ihnen der Stern erschienen war. Wahrscheinlich um das ungefähre Alter Jesu herauszufinden. In Herodes Herzen war der Plan schon gefasst: Dieser neugeborene König sollte ihm nicht gefährlich werden. Deswegen bat er darum, ihn zu informieren, wenn sie das Kind gefunden hätten. Die Sterndeuter machten sich wieder auf den Weg und folgten dem Stern. Er führte sie direkt nach Bethlehem, wo Josef und Maria mit ihrem Kind waren. Als Herodes merkte, dass die Männer nicht mehr zu ihm zurückkehrten, wurde er so zornig, dass er alle Babys in Bethlehem bis zu einem Alter von zwei Jahren töten ließ (Matthäus 2,16). Die weisen Männer waren am Ziel. Sie wollten den König begrüßen und ihm ihre Geschenke bringen. Es waren drei Geschenke, die sie mitbrachten. Vielleicht haben diese drei Geschenke damit zu tun, dass man in einer Legende von „drei Königen“ spricht, die nach Bethlehem kamen. Die Bibel sagt nichts über die Anzahl der Männer, die diese Reise hinter sich gebracht hatten. Kennen wir alle die Bedeutung der drei Gaben, die die weisen Männer dem Kind überbrachten? Wie alles in der Bibel, so haben auch diese Dinge eine Bedeutung, die über die Begrüßung eines neuen Erdenbürgers hinausgeht. Die drei Gaben bestanden aus Gold, Weihrauch und Myrrhe und waren überaus passend für den Herrn Jesus. Sie zeigen uns einige Besonderheiten seiner Person.



1. Das erste Geschenk (Gold) weist uns auf Jesus, den König hin. Es gab Länder, in denen sich niemand dem König nähern durfte, ohne ein passendes Geschenk. Hier, in diesem Fall, ist es Gold!



Gold ist gerade das richtige Geschenk für einen König. Gold ist aber auch ein prophetisches Geschenk. Es zeigt uns im Voraus, dass Jesus Christus einmal als König herrschen wird.



Dieses Gold ist auch ein vorherbestimmtes Geschenk. Gott hatte schon im Voraus gewusst, dass Jesu Familie dieses Gold auf der Flucht nach Ägypten brauchen wird. Das kann uns Mut machen. Vor allem, wenn es uns schlecht geht. Gott kann auch unsere Bedürfnisse immer stillen (Phil 4,19 Mein Gott aber wird alles, wessen ihr bedürft, erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus). Wir werden dem Herrn Jesus niemals mehr so begegnen, wie die weisen Männer damals, aber wir können uns ihm auch heute schon unterwerfen und uns vor ihm beugen als dem König aller Könige und dem Herrn aller Herren!



2. Das zweite Geschenk (Weihrauch) zeigt uns den Herrn Jesus als Priester. Wenn wir Weihrauch in der Bibelkonkordanz verfolgen, dann sehen wir, dass es sehr häufig mit Opferungen zu tun hatte, also ein priesterliches Geschenk war.



Es wurde von den Priestern im Tempel benutzt, wenn sie Opfer zu Gott aufsteigen lassen wollten. Weihrauch ist Harz von einem strauchartigen Baum und entwickelt in Verbindung mit Feuer einen süßen, eigenartigen Geruch. Der Herr Jesus ist Priester in Ewigkeit! Im Hebräerbrief steht, dass uns sein Priestertum ständigen Zugang in die Gegenwart Gottes gestattet. Das gibt uns das Vorrecht, zu jeder Zeit mit jedem Anliegen vor dem Thron der Gnade zu erscheinen.



3. Das dritte Geschenk (Myrrhe) zeigt uns den Herrn Jesus als Sühnopfer. Myrrhe benutzte man zur Einbalsamierung Verstorbener und sie erinnert uns daran, dass Jesus Christus auf die Welt kam, um für Sünder zu sterben (1.Tim 1,15 Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der erste bin). Er kam, um die Forderungen eines gerechten Gottes in Bezug zur Sünde zu erfüllen (1.Joh 4,10 Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden).



Dieses Opfer weist uns auch auf die unendliche Liebe Gottes hin: Johannes 3,16 „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Durch sein Opfer hat Christus uns für die Gegenwart Gottes passend gemacht. Unverdiente Zuwendung Gottes. Die Bibel nennt das Gnade! Wir, die wir bereits sein Eigentum geworden sind, dürfen uns dieser Gnade rühmen.



Wir sehen also: Es lohnt sich, über das Wort Gottes nachzudenken. Dem suchenden und staunenden Leser offenbart Gott immer wieder wunderbare Kostbarkeiten.

Quelle: Wachsen 0204

Autor: Rudi Joas

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