Rutschbahn ins Verderben



Insekten haben die erstaunliche Fähigkeit, sich fast überall festhalten zu können. Selbst glatte Flächen bewältigen sie senkrecht oder über Kopf gehend mühelos. Doch an den Oberflächen von Fleisch fressenden Kannenpflanzen versagen ihre Haftungskünste. Geraten sie an die Innenseite der sackförmigen Falle, rutschen sie unweigerlich bis auf den Boden und werden langsam verdaut. Warum wird ihnen die Kanne zum unentrinnbaren Schicksal, zur „Rutschbahn ins Verderben“?



Diese sogenannten Karnivoren fangen kleine Tiere (meist Insekten) und verdauen sie, um Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff zu gewinnen. Die Opfer werden in eine raffiniert konstruierte Falle gelockt, aus der es kein Entrinnen mehr gibt. Die Kanne hat eine Rand-, eine Gleit- und eine Verdauungszone. Die Gleitzone ist auf ihrer oberen Schicht mit kristallinem Wachs bedeckt. Kommen die Insekten damit in Berührung, werden die Haftorgane verschmutzt. Aus der darunter liegenden Schicht ragen spitzwinklige Plättchen heraus, die die Kontaktfläche für die Insektenfüße so stark reduzieren, dass kein Haften mehr möglich ist, und so rutschen sie in ihr Verderben – in den sicheren Tod.



Die Bibel beschreibt in vergleichbarer Weise die Sünde als eine Rutschbahn ins ewige Verderben: „Dann wird sie das Verderben schnell überfallen ... und sie werden nicht entfliehen“ (2. Thessalonicher 5,3). So wie die Insekten in dieser Pflanze dem Tod nicht entrinnen können, gelangt auch der Mensch mit nicht vergebener Sünde in die Todesfalle: „Der Sünde Lohn ist der (ewige) Tod“ (Römer 6,23). Es gibt nur das ewige Leben (Himmel) und den ewigen Tod (Hölle).


Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind's, die auf ihm hineingehen.

(Matthäus 7,13)


Quelle: 2007 - Leben ist mehr

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