Hoffnung nur für Lebendige

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Denn für jeden Lebendigen, wer er auch sei, ist noch Hoffnung – denn ein lebendiger Hund ist besser als ein toter Löwe –; denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen; aber die Toten wissen gar nichts, und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil; denn man denkt nicht mehr an sie.

Prediger 9,4-5




Selbst als Hundebesitzer, der seinen Hund mehr liebt als jedes andere Tier, muss ich erkennen, dass Hunde erbärmliche Kreaturen sind. „Der Hund frisst wieder, was er gespien hat.“ steht in der Bibel (2. Petrus 2,22). Mein Erfahrungsschatz ist weit umfangreicher als diese Aussage. Am meisten freue ich mich darüber kein Hund zu sein, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe. Ich genieße dann die wunderschöne Landschaft und die größte Begierde meines Hundes besteht darin, an allen Hundehaufen am Wegesrand hingebungsvoll zu schnuppern.



Der Löwe ist dagegen ein prachtvolles Tier. „Wer ist stärker als der Löwe?“, wird in Richter 14,18 gefragt. Eine Antwort gibt Sprüche 30,30: „Der Löwe, der stärkste unter den Tieren, [...].“ Sein ganzes Erscheinungsbild ist so majestätisch, dass wohl alle Menschen ihn voller Bewunderung auch als „König der Tiere“ bezeichnen.



Wenn auch in der Mitte der Leitverse „denn ein lebendiger Hund ist besser als ein toter Löwe“ steht, so sollen hier keineswegs diese Tiere verglichen werden. Vielmehr umfasst diese Aussage die gesamte Bandbreite der Menschheit. Es gibt Menschen, die in den erbärmlichsten Verhältnissen leben müssen. Sie leben im wahrsten Sinne des Wortes auf den Müllhalden der Zivilisation und ernähren sich von den Abfällen anderer Menschen. Für diese Menschen ist der Hund das Symbol. Andere Menschen leben in einem Reichtum, einem Ansehen, einer Pracht, dass ihnen allerorts rote Teppiche ausgelegt werden. Sie sind es, für die der Löwe das Symbol darstellt.



Der lebendige Hund – der lebendige Mensch auf der Müllhalde – ist besser, als der tote Löwe – ein Verstorbener, der zu irdischen Lebzeiten auf roten Teppichen wandelte –. Nicht der Hund ist besser als der Löwe, sondern der Lebendige ist besser als der Tote. Es gibt kein Ansehen der Person bei Gott (Römer 2,11). Gott unterscheidet nur zwischen Lebendigen und Toten. Und der Lebendige ist besser, weil nur Lebendige die Hoffnung auf Erlösung haben. Nur sie können zur Anbetung des lebendigen Gottes kommen, mit dem Herrn Jesus den Tod überwinden und Ewiges Leben erlangen.



Gott ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen, Matthäus 22,32. An die Toten denkt Gott nicht mehr, ihnen wird auch keine Belohnung mehr zuteil (Prediger 9,5b). Daher ist es sinnlos, für Tote zu beten; aber allen Lebendigen – von der Müllhalde bis zum roten Teppich – die frohe Botschaft vom Gekreuzigten und Auferstandenen zu bringen hat Sinn; denn solches führt so manchem zu Jesus, dem Retter, der denen Ewiges Leben schenkt, die voller Vertrauen und Glauben ihr Leben in seine Hände legen.



© und Autor: Ulrich Kahl, Juni 2008







Hoffnung nur für Lebendige

1:03 Minuten

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